Warmwasserspeicher – Edelstahl versus emailliert

Bei der Wahl des richtigen Warmwasserspeichers scheiden sich die Geister oft an der Materialwahl zwischen Edelstahl und emailliertem Stahl.
Noch immer sind emaillierte Warmwasserspeicher die vorherrschende Variante auf dem Markt und werden zumeist bei einem Neukauf oder Austausch vom Installateur angeboten. Das liegt zum einen daran, dass Edelstahl erst in den letzten Jahren wirklich Einzug in den Bereich der häuslichen Trinkwasserinstallation gefunden hat, zum anderen sicherlich auch am niedrigeren Preis verglichen mit Edelstahl.

Was ist eigentlich der Unterschied von Edelstahl zu emailliertem Stahl?

Wasser, wie auch unser Trinkwasser im Haushalt, ist ein sehr korrosives Medium welches insbesondere mit Metallen reagiert und deren Oberfläche angreift. Es gibt verschiedene Arten von Korrosion und unterschiedliche Faktoren welche die Korrosion fördern. Da das Thema Korrosion ein sehr umfangreiches und komplexes Thema ist, konzentrieren wir uns in diesem Artikel darauf mit welchen Mitteln man versucht die Korrosion bei Warmwasserspeichern zu unterbinden.
Emaillierte Speicher sind Stahlspeicher, die ohne weitere Behandlung schnell durchrosten würden. Um dies zu verhindern wird auf der Innenseite des Speicherbehälters eine Emaille-Schicht aufgebracht, die sich ähnlich wie ein Überzug aus Glas verhält. Diese Beschichtung soll den darunterliegenden Stahl vor dem Kontakt mit Wasser schützen. Kalk und Rost sollen sich an der glatten Oberfläche der Emaille nicht festsetzen können. Jedoch ist diese emaillierte Schicht ähnlich spröde wie Glas oder Keramik und da sich der Speicherbehälter durch die ständigen Temperaturschwankungen ausdehnt und wieder zusammenzieht besteht die Gefahr, dass sich feinste Risse oder sogar Abplatzungen in der Emaille bilden. An diesen Angriffsflächen, wo der Stahl nun ungeschützt ist, dringt Wasser hinter die Emaille-Schicht und führt zur Rostbildung. Um zu verhindern das emaillierte Speicher durchrosten, muss man also zu einem weiteren Hilfsmittel greifen – der sogenannten Opferanode. Opferanoden bestehen aus Magnesium – einem unedleren Metall als Stahl – und, wie der Name schon sagt, opfern sie sich für den Stahl. Durch den Kontakt mit Wasser läuft im Speicher eine elektrochemische Reaktion ab, bei der sich nun nicht mehr der Speicherbehälter auflöst (korrodiert bzw. durchrostet), sondern die Opferanode. Da sich eine Opferanode mit der Zeit zersetzt, muss sie in regelmäßigen Wartungsintervallen überprüft und gegebenenfalls erneuert werden, da oftmals ohne jährliche oder zwei-jährliche Wartung ein Verlust der Herstellergarantie bei einem Schadensfall droht. Zusätzlich führt die Zersetzung der Anode zu einer Sedimentation, also zu Schlammbildung am Boden des Speicherbehälters. Diese Ablagerungen im Speicher können wiederum die Ansiedlung von Bakterien, wie z.B. Legionellen, fördern.
Bei Edelstahlspeichern ist die Sache einfacher. Diese Speicher sind aufgrund der Materialeigenschaften des verwendeten Edelstahls sehr korrosionsbeständig gegenüber Trinkwasser und benötigen daher keinen weiteren Schutz. Der zugesetzte Chromanteil im Edelstahl verhindert, dass sich Eisen-Ionen im Wasser lösen können. Ab einem Chromanteil von 11 – 13 % spricht man von rostfreiem Stahl, auch Nirosta (Nichtrostender Stahl) genannt. Der bei unseren BS.R eco Speichern verwendete Edelstahl mit der Werkstoffnummer 1.4521 liegt mit einem Chromanteil von ca. 18% deutlich über dieser Grenze und ist in der Korrosionsbeständigkeit mit den bekannten Werkstoffen 1.4401/1.4404 als gleichwertig anzusehen.

Und für was soll ich mich nun entscheiden?

Wir haben Ihnen hier die wesentlichen Unterschiede von emaillierten Speichern zu Edelstahlspeichern genannt. Auch wenn ein emaillierter Speicher bei regelmäßiger Wartung eine Lebensdauer wie ein Edelstahlspeicher erreichen kann sind wir dennoch davon überzeugt, dass es spätestens beim Punkt Trinkwasserhygiene keine Alternative zu einem Edelstahlspeicher geben kann. Nicht umsonst wird dort wo Hygiene ein kritischer Faktor ist, wie in Krankenhäusern, Laboren und der Lebensmittelindustrie, schon seit Jahren ausschließlich Edelstahl eingesetzt. An der glatten, kratz- und abriebfesten Oberfläche von Edelstahl finden Bakterien keinen Halt und können sich somit nicht festsetzen. Aus unserer Sicht ein Grund mehr sich für Edelstahl als den Werkstoff für Warmwasserspeicher zu entscheiden und auf die Zukunft zu setzen. Eine Zukunft in der Edelstahl eine immer größere Rolle im Bereich der häuslichen Trinkwasserinstallation einnehmen wird.

Tags: Speicher

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